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OLED – das Licht von morgen

Ein neues Licht geht am Horizont auf:
Lichttapeten und aufrollbare Bildschirme klingen noch nach Zukunftsmusik, doch die Entwicklung der neuen OLED-Technologie eilt voran.

Erst wenige Jahre sind seit der Verbreitung der LED in der Alltagsbeleuchtung oder der Anwendung in Flachbildschirmen vergangen, und noch längst nicht jeder Haushalt nutzt die kleinen, hellen und sehr langlebigen Leuchtdioden, da geht am Horizont der Lampentechnologie schon das nächste Licht auf: die organische Leuchtdiode, kurz OLED (Organic Light Emitting Diode). OLED bestehen aus dünnen Schichten auf einem Trägermaterial: Mindestens eine organische Schicht ist zwischen zwei Stromleitern platziert und sendet beim Anlegen einer Spannung Licht aus. OLED sind sehr flach, energieeffizient und in Zukunft auch großflächig herstellbar. Im Gegensatz zum Punktstrahler LED sind OLED Flächenstrahler.


Anlässlich der Mailänder Möbelmesse 2011 präsentierte Verbatim die spektakuläre
Installation mit den OLED-Panelen "Velve", die ein farbenreiches Licht erzeugen.


Die OLED-Technologie hat bisher in die Unterhaltungselektronik Einzug gehalten. Gerade im Bereich der Raumbeleuchtung gibt es große Potenziale für die OLED. Deshalb haben viele Leuchtendesigner Gefallen an der neuen Technik gefunden und konzipieren futuristisch anmutende Leuchtobjekte. In Fachkreisen ist man sich einig, dass die organischen Leuchtdioden als neue Lichtquelle einen großen Einfluss auf die Beleuchtung haben werden. Denn die Vorteile liegen auf der Hand: OLED sind sehr dünn und leicht und zudem energiesparend. Ihre Effizienz ist so groß, dass sie nicht heiß werden. Man muss weder die Räume oder Bauteile kühlen, in denen sie eingebaut werden. Da die Lichtleistung von OLED derzeit noch nicht ausreicht, um die herkömmliche Beleuchtung vollständig zu ersetzen, werden sie heute überwiegend für dekoratives Licht eingesetzt.


Verschiedene hauchdünne OLED-Panele von Verbatim.

Freie Formen
Wenn als Trägermaterial biegsame Kunststofffolien statt Glas verwendet werden, rücken biegsame Bildschirme oder leuchtende Textilien in greifbare Nähe. Auch ganze Wand- oder Deckenflächen können mit dem flexiblen, transparenten Material beschichtet werden. Die Räume werden farbig schimmern, oder gerade noch durchsichtige Glaswände beginnen auf Knopfdruck zu leuchten. Sogar Fenster werden dann nach Einbruch der Dunkelheit ein subtiles Licht erzeugen können. Die leichten und ultraflachen OLED könnten sogar als Gewebe genutzt und direkt in Produkte, wie zum Beispiel in Kleidung oder Autos, integriert werden. Auch hauchdünne, aufrollbare Monitore und „Lichttapeten“ rücken in den Bereich des Möglichen. Das Licht der OLED wirkt natürlich, denn es hat ein breites Lichtspektrum mit guten Farbwiedergabeeigenschaften (Ra-Wert bis 95). OLED lassen sich auch dimmen.


Die neue Leuchte "Victory" der Marke Liternity vereint OLED-Technik mit hochwertigem Material (Carbon) und Design.

Inspiration für Designer
Noch nie war es möglich, auf so einfache Art und Weise große und beliebig geformte Flächen gleichmäßig zu beleuchten und dabei in Helligkeit und Farbgebung freie Hand zu haben. Es verwundert nicht, dass diese Aussichten Designer und Architekten inspirieren. Schließlich sprengen OLED die seit Jahrhunderten gültigen Kategorien von Lampe und Leuchte. Denn die organischen Leuchtdioden vereinigen beides miteinander: Bisher brauchte man eine Lampe, die in eine Fassung geschraubt oder gesteckt wurde. Die Fassung wurde ihrerseits in eine Art von Halterung eingebaut – die eigentliche Leuchte. Um das gewünschte Licht zu lenken oder zu dämpfen, wurde der bewegliche Lampenschirm erfunden. Eine klassische Leuchte ist ein mehr oder weniger großes und bei dekorativen Leuchten auch auffälliges Objekt, das an einer Stelle das gewünschte Licht abstrahlt. Mit der OLED-Technologie leuchtet plötzlich eine dünne Folie, die sich unter Umständen über einen ganzen Raum erstreckt. Wände, Fenster und Möbel beginnen farbig zu leuchten oder werden Teil einer dynamischen Lichtinszenierung.

OLED – was ist das?

Organische Leuchtdioden bestehen aus dünnen Schichten organischer, halbleitender Materialien, die sich zwischen zwei stromführenden Außenlagen befinden. Die mittlere organische Lage emittiert das Licht, sobald eine Spannung anliegt und Strom fließt. Die dünnen lichterzeugenden Schichten der OLED sind heute meist auf einer gläsernen Trägerschicht aufgebracht. Der Unterschied zur punktförmigen Lichtquelle der LED ist, dass OLED gleichmäßige Flächenstrahler sind, die eine homogene Lichtquelle mit diffusem Licht bilden.

Text: Rütger Plate

 
 
 
 
     
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