Location: LichtSpecials  Material, Farbe + Licht  Leuchten aus Metall    
 
Leuchten aus Metall

 

Das Material Metall hat viele Gesichter: roh, rostig und authentisch oder glänzend-poliert in Edelstahl, Alu und Chrom. Erfahren Sie mehr über den Charme dieses Materials und über schöne Leuchten aus Metall.

 

Nicht nur die Geschichte des künstlichen Lichtes ist mit der Verwendung von Metall eng verwoben, das Material ist auch einer der kulturellen Fixpunkte der Menschheit. Die ersten verwendeten Metalle waren neben Gold und Silber das rötliche Kupfer. Der niedrige Schmelzpunkt von knapp 1100 °C führte vor über 7.000 Jahren zu seiner Entdeckung in heißen Holzkohlefeuern, als das flüssige Metall aus einigen Steinen hervorquoll. Um 5.000 v. Chr. wurde das Zinn entdeckt, und der ersten Bronze, einer Kupfer-Zinn-Legierung, stand nichts mehr im Weg. Spätestens um 1.000 v. Chr. begann man mit der Eisenverhüttung. Schnell wurde klar, dass Eisen härter als Gold ist, und so lief es den anderen Metallen bei der Herstellung von Waffen und Werkzeugen den Rang ab.


"Bruja" von Luz Diffusion erinnert an einen
Hexenhut und besteht aus Aluminium.


Durch die Verbreitung des Stahles als Eisenlegierung mit maximal 2 Prozent Kohlenstoff begann eine Epoche, die das Gesicht unserer Welt bis heute prägt. Stahl ist einer der wichtigsten metallischen Werkstoffe. Übrigens gehören über zwei Drittel aller chemischen Elemente zu den Metallen! Was macht aber neben den technischen Möglichkeiten die Faszination der Metalle aus? Viele Menschen empfinden vor allem Holz als warmes Material, doch die Assoziation an Feuer und Hitze steht bei Metallen immer im Raum. Denn die unterirdische Gewinnung der Erze und vor allem das Schmelzen im Hochofen lassen Bilder glühenden Gesteines vor dem inneren Auge lebendig werden. Selbst die Erdkugel besteht zu fast 30 Massenprozent aus Eisen, denn der magnetische Kern der Erde ist aus Metall.


Fmb-Leuchten stehen für höchste Schmiedeeisen-Qualität.
Tischleuchte "Sculptor".

 

Metall als ideales Material für Leuchten

Metalle haben den Möbel- und Designbereich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts revolutioniert. Auf einmal waren zarte und freischwingende Stühle möglich, und im Bereich des Leuchtendesigns spielt das Metall von jeher eine große Rolle, denn es leitet Strom und Wärme besser als die anderen im Wohnbereich auftretenden organischen Stoffe. Seine gute Verformbarkeit und der metallische Glanz, der durch Polieren und Schleifen erzielt werden kann, prädestiniert Metall für edle Objekte. Auch lackierte Flächen sind reizvoll. Als Korrosionsschutz wird der Stahl verchromt, oder man verwendet Edelstahl. Messing und Aluminium sind von Natur aus nicht für Rost anfällig. Die meisten der gebräuchlichen Metalle sind stabil und lassen sich dennoch gut verformen, etwa pressen, stanzen oder schmieden. Sphärisch gebogene Bleche sind statisch leistungsfähige und leichte Schalen. Metalle lassen sich auch hervorragend wiederverwenden, denn man muss sie nur sortenrein trennen und wieder einschmelzen. Schon die ersten elektrischen Leuchten waren aus Metall. Metall war als nicht brennbares und gut formbares Material ideal als Träger des heißen Lichtes.


Metalllüster von Jacco Marris

Zum Ende des 19. Jahrhunderts kamen skulpturale Lampensockel aus Bronze in Mode. Und bei den berühmten Tiffany-Lampen mit den vielfarbigen Glasschirmen waren Hunderte bunter Glasplättchen mit Blei verbunden. Auch viele Leuchten der Bauhauszeit bestanden vor allem aus Glas, Messing und Kupfer. Bis heute gilt, dass Metall als stabiles Material für viele Schreibtischleuchten oder Stehleuchten verwendet wird, weil es bei schlanken Konstruktionen die beste Stabilität mit sich bringt und gut verarbeitet werden kann. Während des Siegeszuges der Kunststoffe bekam das Metall als Leuchtenbaustoff zum ersten Mal eine ernstzunehmende Konkurrenz. Doch selbst in den 60er Jahren kam an die oft kugelförmigen hitzebeständigen Lampenschirme aus Blech kein Kunststoff heran. Metall war stabiler und hitzebeständiger. Die Niedervolt-Halogenwelten der 80er Jahre und Leuchten, die aus feinen Drähten und Objekten wie Mobiles komponiert waren, sind ohne Metall nicht denkbar. Bei den Halogensystemen wurden die stromführenden Teile der Leuchte sogar zu einem Bestandteil des Designs.


"Kalotte" ist an die Formen der Bleuchleuchten der 50er Jahre angelehnt.

 

Von rostig bis edel

Metall wird im Leuchtendesign vielseitig verwendet, so zum Beispiel bei feinen Aluminiumleuchten, die sowohl die Lampe fixieren als auch die Abwärme über die gefrästen Kühlrippen an die Raumluft ableiten. Andere Entwürfe zeigen klassische Steh- oder Tischleuchten mit vermeintlichem Stoffschirm, der sich dann aber massiv und schwer als Cortenstahl in kruder Rostoptik präsentiert. Massiv und beständig wirken auch Lampenschirme und Leuchten aus schwarzem Metallguss oder Tischleuchten in rotbrauner Messingoptik. Manche Metalloberflächen kokettieren mit einer optischen Täuschung: sie könnten in ihrem rötlichen Glanz glatt als Holzfurnier durchgehen! rp


Die Firma Knikerboker ist bekannt für ihre schönen Metallleuchten. "Ecliptika".


INFO

Legierungen

Legierungen entstehen, wenn verschiedene flüssige Metalle in Lösung gehen. Die erkalteten neuen Metalle sind oft härter als die Ausgangsmetalle, oder sie sind korrosionsbeständiger. Beispiele sind Chrom-Vanadium-Stahl für Werkzeuge, Bronze aus Kupfer und Zinn (schmilzt früher und ist daher für Skulpturen oder Leuchten geeignet) oder Messing als Kupfer-Zink-Legierung, die schon um 3.000 v.Chr. im Zweistromland gebräuchlich war.

 
 
 
 
     
 Kontakt  Mediadaten  Impressum  rechtlicher Hinweis