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Produktion von Senses in Einsiedeln, Schweiz.


MIT ALLEN SINNEN BELEUCHTEN

Edles Design, Schweizer Präzisionsarbeit und innovative Sensortechnik: Bei der LED-Leuchte „senses EYES“ wird der Mensch zum „Dirigenten des Lichts“.


Den Ort Einsiedeln in der Schweiz kennt man aufgrund seiner imposanten Klosteranlage, die auf eine gut tausendjährige Geschichte zurückblickt. Seit dem Mittelalter ist das Benediktinerkloster mit seiner „Schwarzen Madonna“ einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte Europas. Der Jakobsweg führt ebenfalls durch das Gebiet von Einsiedeln. In Einsiedeln liegt auch die Quelle der Inspiration für die Leuchten aus der Serie „senses“. Hinter der Produktion stehen Menschen, die mit Leidenschaft Design, Hightech und Präzisionsarbeit made in Switzerland zusammenführen. Licht+Wohnen sprach mit Oliver Haefeli, dem Designer der Leuchte „senses EYES“, und Ingo Steinel, dem Geschäftsführer von Steinel, über „EYES“ und die Entwicklungen im Lichtbereich.


Oliver Haefeli

Herr Haefeli, „senses EYES“ ist eine Leuchte, die man in sechs Richtungen berührungslos ein- und ausschaltet. Das klingt sehr geheimnisvoll. Was verbirgt sich dahinter?
Oliver Haefeli:
Technisch verbergen sich hinter den sechs Seiten des Lichtwürfels jeweils vier Philips-LEDs und ein Hochfrequenzsensor, der die Gesten der Hand erkennt. Dem Anwender bietet dies die intuitive Bedienung einer Leuchte auf völlig neue Art. Wie ein Dirigent kann man passend zur Situation das Licht verändern. Es entstehen so immer neue Lichtbilder. Dies hat eine ästhetische Seite, aber auch eine praktische. Uplight, Downlight, Leseleuchte, indirektes Licht, helles Licht, Stimmungslicht – alles mit einer Leuchte. Das ist nützlich und macht gleichzeitig Spaß!

Sie sprechen bei der Idee der „EYES“ vom „Gegensatz als Konzept“. Was genau verstehen Sie darunter?
Oliver Haefeli:
Der Kopf der Leuchte ist hell, der Ständer dunkel. Der Kopf ist eckig und kantig, der Ständer rund und fließend. Der Kopf ist hart, der Ständer und das Kabel sind weich und gummiert. Der Kopf ist glänzend, der Ständer ist ultramatt beschichtet. Diese Gegensätze machen den formalen und ästhetischen Reiz des Produktes aus. Uns bedeutet das sehr viel, und wir haben dies in den Jahren der Entwicklung bis ins Extrem getrieben, um eine Ikone zu schaffen, die uns hilft, die Marke „senses“ ins Bewusstsein zu tragen.


Die edle Tischleuchte "senses EYES".

Die neue Leuchte verbindet anspruchsvolles Design mit innovativer Sensortechnik aus dem Hause Steinel. Die Technik im Innern bleibt versteckt – wieso?
Oliver Haefeli:
Sie bleibt versteckt, weil so Technik sein sollte. In der „EYES“ verbirgt sich Hochtechnologie, die in Einsiedeln in der Schweiz hergestellt wird. Der Anwender will aber nur den Nutzen aus dieser Technik erleben. Warum und wie es funktioniert, spielt dabei keine Rolle. Technologie gehört in den Hintergrund und muss für den Menschen funktionieren. Alle technischen Geräte werden immer aufwendiger, die guten werden gleichzeitig aber immer einfacher in der Bedienung. Auf der letzten Messe hat ein Gast aus Kalifornien begeistert zu den „senses“-Leuchten gesagt: „That’s the Apple iPod of lighting!“ Tolles Kompliment – und es ist wohl etwas dran!

Bei „senses EYES“ wird innovative LED-Technologie eingesetzt. Wie schätzen Sie den zukünftigen Einsatz von LED-Leuchten im Wohnbereich ein?
Oliver Haefeli:
LED und OLED sind zunächst einmal „nur“ neue Technologien zur Erzeugung von Licht. Wir halten nichts davon, einfach alte Leuchtenformen mit LED-Licht auszustatten. Viele Leuchten kommen im Moment auf den Markt, die einfach die Flachheit nutzen, die LEDs ermöglichen. In unserer „EYES“ gehen wir einen deutlichen Schritt weiter: ein solches Produkt wäre ohne LED absolut undenkbar gewesen. LED-Licht wird und sollte auch in Wohnbereiche Einzug halten, aber nicht als Selbstzweck, sondern in einer Art, die nutzbringend und ästhetisch ist.


Ingo Steinel

Herr Steinel, das familiengeführte Unternehmen Steinel ist seit mehr als 50 Jahren erfolgreich bei der Herstellung von Bewegungsmeldern und Sensorik. Worin liegt Ihr Erfolgsgeheimnis?
Ingo Steinel:
Unser Geheimnis liegt darin, dass wir mit sehr großem Aufwand Forschung und Entwicklung betreiben und unsere Produkte an unseren Standorten selbst produzieren. Wir haben unser Produktions-Know-how immer behalten, und heute profitieren wir davon bei den Qualitätsansprüchen, die wir mit unserer Premiummarke „senses“ und auch bei all unseren anderen Produkten haben.

Hinter der Herstellung Ihrer Leuchten steckt absolute Präzisionsarbeit. Wie garantieren Sie die hohen Qualitätsansprüche?
Ingo Steinel:
Qualität kann man nicht erzwingen. Wir produzieren unsere „senses“-Leuchten in Einsiedeln in der Schweiz. Die Mitarbeiter, die die Leuchten bauen, sind sehr stolz darauf. Wir haben ihnen nicht vorgeschrieben, weiße Handschuhe bei der Produktion zu tragen, aber sie tun es! Nach jedem Arbeitsschritt wird alles genau geprüft, und nur bei 100% Qualität geht es zum nächsten Schritt. Am Schluss muss ein Mitarbeiter eigenhändig auf einem Qualitätszertifikat mit seinem Namen unterschreiben, dass die Leuchte perfekt ist. Dieses Dokument liegt jeder Leuchte bei, und der Kunde erhält es mit dem Kauf der Leuchte.


Grazile Gestalt: Die Stehleuchte "senses EYES".

Wie lange benötigt man, um eine Leuchte von der Idee bis zur marktreifen Lieferung zu produzieren?
Ingo Steinel:
Das hängt davon ab, wie viel Innovation in einem Produkt steckt. Bei uns leider immer sehr viel. „senses“-Leuchten brauchen immer etwa zwei bis drei Jahre Entwicklungszeit. Deshalb wächst das Sortiment auch nur langsam. Neue Kollektionen bringen wir nur alle zwei Jahre zur Messe „Light+Building“ in Frankfurt. Das Team besteht bei „senses“ aus unserem kreativen Kopf und Vater der Marke „senses“, Thomas Möller, den Produktmanagern, den Ingenieuren und natürlich der Produktionsmannschaft, die „senses“ leben und lieben.

Herr Haefeli, Herr Steinel – vielen Dank für das Gespräch.



 
 
 
 
     
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