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Cister Lamp - ein Klassiker mit viel Temperament

Erst vor einigen Jahren entdeckte man Handskizzen des spanischen Architekten Coderch de Sentmenat, der 1970 die Cister-Leuchte entworfen hatte. Kürzlich kam der Klassiker als neue Re-Edition auf den Markt.

Die Leuchte „Cister“ wurde vom spanischen Architekten und Designer José Antonio Coderch de Sentmenat um das Jahr 1970 entworfen. Sie bildet den Höhepunkt einer Serie von Leuchten, die der Spanier ab dem Jahr 1955 zu entwickeln begann. Rund 40 Jahre später bringt nun die Firma TUNDS die Leuchte „Cister“ unter der Lizenz der Erben von Coderch, die auch für die Überwachung des Designs Sorge tragen, neu heraus.



Handgefertigte Skizzen entdeckt
Das Projekt „Cister“ startete im Mai 2004, als man handgefertigte Skizzen unbekannten Ursprungs entdeckte und begann, das dort vorgefundene Design – zunächst aus purer Lust am kreativen Schaffen – weiterzuentwickeln. Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei der Sammlung loser Skizzen und Diagramme um Arbeiten Coderchs, die dieser vermutlich in den Jahren zwischen 1955 und 1970 angefertigt hatte. Zusammen mit den Erben des spanischen Architekten und Designers setzte man sich unter der Leitung von Rafael Salvador daran, die fragmentarischen Entwürfe im Geiste Coderchs zu vollenden. Den Ausgangspunkt bildete hierfür die Zeichnung einer Leuchte, die sich aus drei konzentrischen Kreisen zusammensetzt.


Fünfzylindrige "Columna Cister"

Das Ziel des Projekts war klar definiert: Man wollte das Segment der Re-Editionen um ein qualitativ hochwertiges Produkt erweitern, das trotz des Einsatzes edler Materialien zu einem erschwinglichen Preis erhältlich sein sollte. Auch wenn deshalb der Produktionsprozess möglichst effizient sein sollte, war es oberste Priorität, den Ideen von Coderch gerecht zu werden.
Nach einer zweijährigen Entwicklungsphase war man Ende 2006 so weit, die ersten Prototypen zu präsentieren, die auch sogleich in das provisorische Coderch-Archiv in der Architekturschule in Sant Cugat del Valles bei Barcelona aufgenommen wurden. Zwei Jahre später konnte TUNDS die „Cister“ auch als Hängeleuchte vorstellen, und im Sommer 2009 begann die Entwicklung der Stehleuchten-Version „Cister Pie“, die soeben auf den Markt gekommen ist. Das Besondere an Letzterer ist, dass die Konzeption ihres Aufbaus von einer einzigen Originalskizze abgeleitet wurde. Damit ist die Inspiration, die die Designer von TUNDS aus den Skizzen von Coderch ziehen, aber noch nicht erschöpft. Momentan arbeitet TUNDS an einer LED-Version von Coderchs Leuchte „DISA“. Die Design-Ikone „DISA“ aus den 60er Jahren war seinerzeit die einzige bekannte Leuchte des spanischen Architekten, weshalb sie auch als „Coderch Lampe – (1957)“ bekannt ist.



Eine Symbiose von Funktionalität und Ästhetik
Die Leuchten der Serie „Cister“ zeichnen sich besonders durch ihre hohe Funktionalität aus. Mit Ausnahme der Schrauben, die zur Befestigung an der Decke dienen, werden für ihren Aufbau keine weiteren Werkzeuge benötigt. Die Schirme werden in einem einfachen, aber ausgeklügelten Mechanismus mit Magneten befestigt. Wie einfach der Aufbau der „Cister“-Leuchten ist, hat ein praktischer Test mit Testpersonen jeglichen Alters mit unterschiedlicher handwerklicher Begabung bestätigt.
Die Modelle der „Cister“-Reihe bestechen durch ihre einfachen, klaren Formen, die nicht nur praktischen Ansprüchen genügen, sondern auch äußerst dekorativ sind. Der Schirm aus behandeltem Holz sorgt mit seinem rot-orangenen Schein für ein besonders warmes, heimeliges Licht. Ob als dreizylindrige Hängeleuchte mit einem Durchmesser von 33 mm („Cister“, 500 EUR) bzw. 41 mm („Cister Grande“, 575 EUR), als fünfzylindrige Hängeleuchte mit einem Durchmesser von 33 mm („Columna Cister“, 700 EUR) oder als Standleuchte („Cister Pie“, ab 680 EUR) – die Modelle der Reihe „Cister“ lassen alle Räume im besten Licht erstrahlen.



Die „Cister“-Leuchten können Sie beziehen über:
Rafael Salvador
Speicherstr. 11
60327 Frankfurt/Main
Tel.: 0172-6835-299

www.tunds.es

Fotos: Hersteller

BIOGRAPHIE:

José Antonio Coderch de Sentmenat

  • 1913: in Barcelona geboren
  • 1940: erfolgreicher Abschluss des Architekturstudiums in Barcelona (das Studium wurde zwischenzeitlich vom Spanischen Bürgerkrieg unterbrochen)
  • 1951: Coderch errichtet den spanischen Pavillon für die Designausstellung IX Triennale di Milano
  • 1960: Mitglied des Team 10, dem unter anderem Alison Smithson, Aldo van Eyck, Giancarlo De Carlo und Jerzy Soltan angehören
  • 1960: FAD Architekturpreis für seine Wohnungsbauten in der Johann-Sebastian-Bach-Straße in Barcelona
  • 1962: Auszeichnung DELTA ORO ADI FAD für die Hängeleuchte DISA.
  • 1972: FAD-Architekturpreis für den Gebäudekomplex Raset-Freixa-Modolell; Goldmedaille der Nationalen Ausstellung der Bildenden Künste für das (nicht gebaute) Torre-Valentina-Projekt
  • Picasso bezeichnete Coderchs Leuchte DISA als die „weltweit schönste Hängeleuchte"
  • 1984: Coderch stirbt in Barcelona

 
 
 
 
     
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