Location: LichtSpecials  Lichtklassiker  Lampe Gras    
 

Lampe Gras - die Architektenleuchte

Robustes „Werkzeug“ für Industrie und Wissenschaft und dekorative Designerleuchte – so präsentiert sich ein Leuchtenklassiker aus dem Jahr 1921, der heute längst zum beliebten Sammlerstück geworden ist.


Der berühmte Architekt Le Corbusier nutzte diese Leuchte in seinen Büros und setzte sie in seinen Projekten weltweit ein. Die Architekten und Designer Robert Mallet-Stevens, Jaques Emile Ruhlmann und Eileen Gray nannten eine dieser Leuchten ihr Eigen. Und Sogar ins Atelier von Georges Braques und Henri Matisse hat sie es geschafft. Die Rede ist von der Lampe Gras, oder der „Leuchte der Architekten“, wie dieser Klassiker des Leuchtendesigns auch genannt wird.



Seiner Zeit voraus
Entwickelt hat die Leuchte der französische Architekt, Ingenieur und Designer Bernard-Albin Gras. Er konzipierte die Leuchte im Jahr 1921 für den Einsatz in Büros und in der Industrie. Dort wurde sie gerade wegen ihrer Robustheit gerne eingesetzt. In meisterhafter Einfachheit hatte Gras komplett auf Schrauben und Schweißnähte verzichtet. Stattdessen hatte er Gelenkarme, Halterungen und einen Sockel eingebaut, mit denen er seiner Zeit weit voraus war. Eine Variante der Leuchte mit hölzernem Fuß aus Eiche oder Teak war speziell für den Einsatz in Laboren gedacht. So kam es, dass die Lampe Gras auch auf den Arbeitstischen der Pasteurs Institutes oder in Botanischen Gärten genutzt wurde. Während das Modell 206 gerne verwendet wurde, um wissenschaftliche Aufzeichnungen zu machen, empfahl sich das etwas kleinere Modell 207 für den Einsatz nahe eines Mikroskops.



Vom Bauhaus in die Welt des Verbrauchers
Gras, der sich in erster Linie als Designer verstand, legte Wert darauf, dass seine gusseiserne Leuchte nicht nur funktionellen Gesichtspunkten genügte. Sie sollte auch in ihrer Ästhetik neue Akzente setzen. Aufgrund ihrer formschönen, puristischen Ergonomie war die Lampe Gras deshalb auch bald in Ateliers oder als dekorativer Einrichtungsgegenstand zu sehen. Spätestens als auch abgewandelte Formen wie Steh- und Wandleuchte das Licht der Welt erblickten, war der Siegeszug der Lampe Gras nicht mehr zu bremsen. So schaffte es die Leuchte auch nach Deutschland, wo sie die Mitglieder des Bauhaus begeisterte. Nachdem ihre Produktion Anfang des Zweiten Weltkriegs eingestellt werden musste, ist die robuste Leuchte heute längst zu einem Sammlerstück von internationalem Rang avanciert. Im Jahr 2005 adelte das Pariser Centre Pompidou den Leuchtenklassiker, indem er ihn in seine Design-Sammlung aufnahm.



Seit 2008 drängt eine neue Generation der Lampe Gras ans Licht. Das Pariser Unternehmen DCW um Philippe Cazer und Frédéric Winkler, das die Patentrechte von der Firma Revel erwarb, hat den Entwurf ins 21. Jahrhundert gerettet. Zahlreiche neue Modelle der Lampe Gras ziehen heute wieder in Wohnräume ein. Und auch in der Farbpalette hat sich etwas getan. So wurde der Farbkünstler und „Maître d’Art“, Pierre Bonnefille, damit beauftragt, die Schirme der Lampe Gras neu zu gestalten. Herausgekommen sind ein neuer Gelbton, der dem von Maschinenöl gleichen soll, sowie ein tiefes Blau, das an Kohlepapier erinnern soll.


Auch der berühmte Architekt Le Corbusier zählte zu den Liebhabern der Lampe Gras.

INFO: Lampe Gras - die Architektenleuchte

1921 entwickelte der Ingenieur, Designer und Architekt Bernard-Albin Gras die Lampe Gras. Gedacht war die Leuchte für den Einsatz in Industrie und Büros.

1927 hatte die Firma Ravel die exklusiven Rechte erworben. Sie produzierte die Leuchte bis zu Beginn des ersten Weltkrieges.

Le Corbusier zeigte sich von der Leuchte begeistert. Er benutzte sie nicht nur selbst, sondern setzte sie auch weltweit in seinen Projekten ein. Damit trug er maßgeblich zu ihrem Durchbruch bei.

Die Institutes Pasteurs schätzten das mit einem Holzfuß versehene Modell, weil es perfekt isoliert war.

2005 adelte das Pariser Centre Pompidou die Lampe Gras, indem sie die Leuchte in seine Design Sammlung aufnahm.

Im Jahr 2008 erwarb das Pariser Unternehmen DCW die Rechte an der Leuchte und brachte sie wieder auf den Markt. Inzwischen sind neue Modelle und Farben entstanden.

Der französische Norma Verlag hat im Jahr 2008 ein Buch zur Lampe Gras herausgebracht, das den Leuchtenklassiker anhand von 355 Bildern (davon 284 in Farbe) vorstellt.

Seit Februar 2012 ist die Lampe Gras übrigens auch auf Facebook zu finden. Vorbeischauen lohnt sich, denn dort werden viele schöne Bilder gezeigt!

Fotos: Hersteller

 
 
 
 
     
 Kontakt  Mediadaten  Impressum  rechtlicher Hinweis