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Verner Pantons Globe - eine Ikone der 60er

Verner Pantons Globe - eine Ikone der 60erDie "Globe" von Verner Panton zählt wohl zu den bekanntesten Leuchtenklassikern. Die "Lichtkugel" verdeutlicht Pantons Liebe zu Form und Farbe.Der Name Verner Panton ist verbunden mit visionärem Design von Möbel und Leuchten und der konsequenten Auseinandersetzung mit Farbe, Form, Material und neuen Technologien. Als einer der ersten Designer führte er die Pop-Art in die Möbelwelt ein und steht für das psychedelische Design der 60er und 70er Jahre. Panton gilt als einer der einflussreichsten Möbeldesigner und Innenarchitekten des 20. Jahrhunderts. Er war eine schillernde Persönlichkeit und einzigartige Person mit dem Gefühl für Farben, Formen, Licht- und Raumfunktion. In seiner Schaffenszeit brachte er unzählige Möbel und Leuchten heraus und gestaltete Innenräume und Gebäude. Gerade auch das Thema licht hatte es ihm angetan, denn er arbeitete an verschiedenen Ansätzen, wie Licht funktionieren und die Umwelt beeinflussen sollte.



Space-Age-Design

Die Pendelleuchte „Globe“ ist neben den anderen Leuchten, wie die Moon lamp oder Flower Pot sicherlich eine der bekanntesten unter ihnen und stammt aus dem Jahre 1969. Die in zwei Größen produzierte VP-Globe besteht aus einer transparenten Acrylglaskugel mit Metallplatten, die teilweise in orange und blau lackiert und verchromt sind. Diese Metallreflektoren sorgen für die Verteilung des Lichts. Die Disken erlauben Variationen des Lichts und zeigen Verner Pantons Liebe für die tecnischen Dinge, das Material und Helligkeit. Insbesondere bei der Leuchte Globe wird das Spiel aus Transparenz, Form und Farbe besonders sichtbar.



Bekenntnis zur FarbeDie Farbplanung war für Verner Panton für das Design seiner Umgebung entscheidend. Für ihn reichte es nicht aus zu sagen, dass Rot Rot ist und Blau Blau. Panton wollte die Menschen dazu bewegen, ihre Vorstellungskraft zu nutzen. So war er der Ansicht, dass viele Menschen in einer farblosen, grau-beigen Konformität wohnten, in der die Angst vor dem Einsatz von Farben herrschte. Durch das Experimentieren mit Licht, Material, Farbe und den neuesten Technologien wollte er neue Wege aufzeigen, Menschen zu ermutigen, ihre Fantasie und Vorstellungskraft zu nutzen und ihre Umgebung dadurch aufregender zu gestalten. Verner Panton verwendete klare Farben aus dem gesamten Farbspektrum und war fasziniert von den Möglichkeiten neuartiger Kunststoffe, da das Material ihm  gestalterische Freiheit in Form und Farbe gab. Aufsehen erregten die ersten aufblasbaren Plastikmöbel.

BIOGRAFIE


Verner Panton

  • 1926 Geboren am 13. Februar in Brahesborg-Gamtofte auf der Insel Fünen, Dänemark.
  • 1947-1951 Architekturstudium an der Königlichen Kunstakademie in Kopenhagen.
  • 1950 Heirat mit Tove Kemp, Stieftochter des Designers Poul Henningsen. Die Ehe besteht nur kurze Zeit.
  • 1950-1952 Mitarbeit im Büro des dänischen Architekten und Designers Arne Jacobsen.
  • 1953 Mehrere Europareisen in einem zum mobilen Zeichenbüro umgebauten VW-Bus
  • 1955 Eröffnung seines eigenen Designstudios und Start der ersten Massenproduktion seiner Entwürfe.
  • 1958 Weltweites Aufsehen durch den Wire Cone Chair
  • 1955 Der renommierte dänische Möbelhersteller Fritz Hansen bringt die ersten in Serie produzierten Möbel Pantons, den Bachelor-Chair und Tivoli-Chair heraus.
  • 1957 Ein von Panton entworfenes zerlegbares Wochenendhäuschen wird in Kleinserie produziert.
  • 1959 Beginn der Zusammenarbeit mit den dänischen Firmen Louis Poulsen (Leuchten).
  • Panton entwickelt die ersten aufblasbaren, aus transparenter Kunststofffolie gefertigten Sitzelemente der Möbelgeschichte.
  • 1959/60 Design des mit seinem Namen verbundenen „Panton Chair“, erster Monoblock-Freischwinger aus Kunststoff.
  • 1963 Übersiedlung nach Basel, Be Zusammenarbeit mit Vitra. Panton erhält den International Design Award, USA (der Preis wird ihm nochmal 1986 und 1981 verliehen).
  • 1964 Heirat mit Marianne; auf der Kölner Möbelmesse werden erstmals die Muschellampen gezeigt. Die Sensation der Messe aber sind die Flying-Chairs.
  • 1965 Thonet bringt mit dem S-Chair (Modell 275) den ersten Freischwinger aus gebogenem Schichtholz heraus.
  • 1967 Start der Serien-Produktion durch Vitra. Der Panton Chair verhalf Verner Panton zum endgültigen Durchbruch und führte zur weltweiten Bekanntheit.
  • 1968 Die Flower-Pot-Leuchte kommt heraus.
  • 1969 Entwurf für das Interieur des Spiegel-Verlagshauses in Hamburg, dessen Personalkantine auch nach einer Erweiterung 1998 im originalen Stil erhalten wurde.
  • 1972 Pantons beziehen eine Villa in Basel Binningen; dafür entwirft Panton eine raumhohe Wohnskulptur.
  • 1978 Louis Poulsen bringt die Leuchtenserie VP-Europa auf den Markt.
  • 1981-1984 Panton wird fünfmal der Preis Deutsche Auswahl, Deutschland verliehen.
  • 1997 Panton erhält den Auftrag zur Ausgestaltung der Erco-Niederlassung in London.
  • 1998 Die dänische Königin verleiht Panton für sein Lebenswerk das Ritterkreuz vom Dannebrog-Orden. Am 5. September stirbt Panton im Alter von 72 Jahren in Kopennhagen. Im Trapholt Museum in Kolding wird am 17. September die letzte von ihm gestaltete Ausstellung Licht und Farben eröffnet.

 
 
 
 
     
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