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Leuchtenklassiker mit Schwung: DooWop

 

So schön kann Design sein, das im Auftrag des Staats entsteht! Die „DooWop“ wurde ursprünglich in Zusammenarbeit mit der Gebäudeverwaltung der dänischen Marine entwickelt.

 

Soll noch einmal jemand behaupten, Design, das im Auftrag des Staats entsteht, sei uninspiriert und langweilig! Der dänische Leuchtenklassiker „Doo-Wop“ von Poul Henningsen beweist das Gegenteil. Die Leuchte wurde in den 1950ern in enger Zusammenarbeit zwischen Louis Poulsen und der Gebäudeverwaltung der dänischen Marine, Søværnets Bygningsdistrikt, entworfen und entpuppt sich derzeit als echter Verkaufsschlager. Aufgrund ihrer hervorragenden Lichteigenschaften und Einsatzmöglichkeiten wurde die Leuchte in den Kantinen und Büros der dänischen Marine eingesetzt. Ihr blendfreies Licht und ihre unaufdringliche Optik prädestinierten sie für den Einsatz in öffentlichen Gebäuden. Bis in die 1970er führte der dänische Hersteller Louis Poulsen die Leuchte im Sortiment. Erst in den 1980ern verschwand sie zeitweilig aus den Katalogen, bevor sie im Herbst 2012 in sechs Ausführungen ein großes Comeback feierte.

 

In frischen Farben
Dabei dürfen sich die Designliebhaber selbst auf die Fahnen schreiben, dass sie die Reedition der „Doo-Wop“ angestoßen haben. Immerhin gab ihr Kaufverhalten den Ausschlag, die Leuchte wieder neu aufzulegen. Nachdem immer mehr der älteren Versionen in Antiquitätengeschäften und Auktionen gehandelt wurden, reagierte Louis Poulsen auf die gestiegene Nachfrage und nahm die Produktion wieder auf. In ihrem Design bleibt die aktuelle Version der früheren treu.



Lediglich die Farben hat man einer kleinen Auffrischung unterzogen. So werden die Schirme nach wie vor von Hand gedreht und mit einer leichten Wölbung abgeschlossen. Eine besondere handwerkliche Herausforderung stellt die hochglänzende Messingvariante dar. Sie wird aus einem massiven Messingblech gedreht und anschließend hochglänzend poliert. Deshalb ist die Messingversion mit circa 550,- Euro um einiges teurer als die bunten Versionen in Weiß, Rot, Grün, Schwarz oder Hellblau, die circa 335,- Euro kosten.

 

Ein politisches Künstlerleben
Der Schöpfer der „Doo-Wop“, Poul Henningsen, hat zwar sein Architekturstudium abgebrochen, doch als Designer errang er weltweiten Ruhm. Als uneheliches Kind der Autorin Agnes Henningsen und des Satirikers Carl Ewald geboren, wuchs er in einem weltoffenen, kultivierten Zuhause auf. Er arbeitete als freier Architekt und Journalist und gab von 1926 bis 1928 die linke Zeitschrift „Kritisk Revy“ heraus. Als die Deutschen im Zweiten Weltkrieg Dänemark okkupierten, floh Henningsen nach Schweden. In seinen Kabaretts und in als Gedichten getarnten politischen Schriften trat er dem Faschismus entgegen. Er vertrat die Überzeugung, dass Kunst und Politik miteinander verbunden sind, und beteiligte er sich bis in die 1960er Jahre am gesellschaftlichen Diskurs.

 

BIOGRAFIE


Poul Henningsen

  • 1894 in Ordrup, Dänemark als Sohn der Autorin Agnes Henningsen und des Satirikers Carl Ewald geboren
  • 1911-1917 Studium der Architektur, zunächst an der Technischen Schule Frederiksberg, später am Technischen Kolleg in Kopenhagen
  • Ab 1920 arbeitete er als freier Architekt und Journalist für verschiedene Zeitungen und Magazine; er versuchte sich außerdem als Maler und Erfinder
  • Er gab das linksgerichtete Magazin „Kritisk Revy“ heraus, das 1926-28 erschien; in Kabaretts und Gedichten eine anti-faschistische Haltung
  • Flucht nach Schweden während der Okkupation Dänemarks durch die Deutschen
  • 1925 stellte er die ersten seiner berühmten „PH“-Leuchten auf der Arts Décoratifs et Industriels Modernes in Paris aus und landete damit einen weltweiten Verkaufsschlager
  • Seine „PH“-Reihe baute Henningsen auf über 100 Entwürfe aus, darunter die berühmte „PH Artischocke“ aus dem Jahr 1957 und der „PH Schneeball“ von 1958
  • Bis zu seinem Tod im Jahr 1967 arbeitete er mit der Firma Louis Poulsen Lighting zusammen

 
 
 
 
     
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