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Stadt, Licht, Kunst: Vorarlberger Stadt Feldkirch wird zum Spielort internationaler Lichtkunst  
2.10.18

   

Vom 03. - 06. Oktober 2018 feiert im österreichischen Vorarlberg mit „Lichtstadt Feldkirch“ das erste „Festival für Licht mit Kunst“ Premiere. Die historische Stadtlandschaft Feldkirchs wird für vier Abende zur Kulisse für Projekte von Künstlerinnen und Künstlern wie Thilo Frank, Philipp Geist, starsky oder David Reumüller. Ein Highlight ist die Installation des international renommierten Künstlers Ólafur Elíasson, der das in Kooperation mit Zumtobel entworfene Lichtmodul Starbrick in einer großformatigen, geometrischen Lichtskulptur zeigt.

Das Debüt des neuen Formats „Lichtstadt Feldkirch“ fällt mit 2018 in ein historisches Jahr. Es ist das 800. Jubiläum der Stadtgründung und Impuls für das ab sofort alle zwei Jahre stattfindende Kulturevent. Mit drei weiteren Städten des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg, das auch die Heimat von Zumtobel ist, bewirbt sich Feldkirch um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2024“.

Im Rahmen des Lichtkunstfestivals treffen vitale Kunst- und Kulturprotagonisten internationalen Ranges, der historische Stadtraum und moderne Medien- und Energietechnologien kongenial aufeinander. Zur Besucherorientierung werden in der Altstadt sechs zwei Meter große „L“s zu finden sein – als Symbol für Feldkirch als „Lichtstadt“. Hinterleuchtet werden diese mit Zumtobel LED-Stripes. Doch auch darüber hinaus unterstützt das Vorarlberger Unternehmen als Spezialist für innovative Lichtlösungen das Festival als Partner. „Zumtobel kultiviert schon seit Jahrzehnten die Zusammenarbeit mit führenden Protagonisten der Architektur-, Design- und Kunstszene. Dabei suchen wir die Herausforderung, die Künstler zu unterstützen, das Unmögliche möglich zu machen – und dies bei dem ersten Lichtkunstfestival unserer Region zu tun, ist doppelt spannend“, so Isabel Zumtobel, Atelier of Light.

Organisiert wird „Lichtstadt Feldkirch“ vom gleichnamigen gemeinnützigen Verein; der Vorstand ist zudem mit bekannten Vertretern der Vorarlberger Architektur-, Design- und Kulturszene, wie Stefan Marte (Marte.Marte Architekten), Thomas Häusle (Kunstraum Dornbirn) und Marco Spitzar (studio spitzar) sowie Isabel Zumtobel besetzt.

Als immaterielles, künstlerisches Medium besetzt Licht eine eigenständige Kategorie der Bildenden Kunst. Der dänisch-isländische Künstler Ólafur Elíasson ist bekannt für spektakuläre Installationen mit Stoffen wie Wasser oder Licht, die experimentell und poetisch mit der Wahrnehmung des Betrachters spielen. In Feldkirch zeigt Ólafur Elíasson ein skulpturales Leuchten-Cluster, zusammengesetzt aus dem von ihm in Kooperation mit Zumtobel gestalteten Lichtmodul Starbrick. Entwickelt hat der Künstler das Lichtmodul als einzelne Pendel-, Boden- oder Tischleuchte, die optional auch im modularen Verbund installiert und zur Skulptur oder Lichtarchitektur erweitert werden kann.

Die komplexe Geometrie des Lichtobjektes ergibt sich aus einem sternförmigen Element und einem Negativraum. Die außen liegenden, opaken Lichtflächen strahlen weißes Licht ab, während die semitransparenten, gelben Spiegelflächen im Modulkern von LEDs hinterleuchtet werden. Werden die Module gestapelt, entsteht ein weiterer, polyedrischer Leerraum zwischen den Leuchten, der durch das weiße Licht aus Kunststoff-Refraktoren der Außenflächen akzentuiert wird. Aneinandergesetzt können mit den Starbricks gerade und regelmäßige Wände entstehen, aber auch geometrische Figuren und versetzte Cluster.

Immer wieder nutzt Ólafur Elíasson die von seinem Studio in Berlin mit Zumtobel entwickelte Leuchte als Baustein für seine künstlerischen Installationen. Über ein Jahrzehnt hinweg galt die Elíasson-Leuchte mit ihrer Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten als Klassiker. Starbrick-Lichtskulpturen stehen oder hängen als Lichtlösung im Kunsthistorischen Museum Wien, in der Kunsthalle Mannheim, im EYE Film Institute Amsterdam, sowie als Kunstinstallation im 21st Century Museum of Comtemporary Art in Kanazawa. Die in Feldkirch gezeigte Installation wurde zum ersten Mal zur Architekturbiennale 2010 in Venedig präsentiert und ist seitdem Teil der Zumtobel-Kunstsammlung.

Als Leihgabe reist sie in die Johanniterkirche Feldkirch und ist nach Miriam Brandls Lichtkubus die zweite von Zumtobel unterstützte Lichtinstallation an diesem Ort. Der Starbrick war Ólafur Elíassons erstes kommerzielles Produkt, in der Zwischenzeit hat er ein weiteres, ebenfalls sehr erfolgreiches Lichtobjekt entworfen. Die kleinen Solarleuchten Little Sun sind als soziales Projekt konzipiert. Der Verkaufspreis der drei Varianten richtet sich nach der Zugänglichkeit zur Elektrizität. Somit wird die Leuchte auch für die Bevölkerung in abgelegenen und weniger entwickelten Gebieten erschwinglich. Während des „Lichtstadt Feldkirch“-Festivals wird die Little Sun-Kollektion in einem mobilen Shop erhältlich sein.


www.lichtstadt.at

 
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