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Im Porträt: Glimpt Design  
29.04.15

   

Dem schwedischen Design-Duo Tor Palm und Mattias Rask war schnell klar, dass sie nicht dazu geboren sind, hinter einem Schreibtisch zu sitzen und sich mit der für ihre Empfindungen staubtrockenen Welt theoretischer Designstudien zu beschäftigen. So bereisten sie schon Afrika, Vietnam und Peru, um dort gemeinsam mit den ansässigen Künstlern und Handwerkern extravagante Designprojekte umzusetzen. Die Arbeitsweise von Glimpt Design zeigt, wie soziale Verantwortung und Fair Trade aussehen können. Das, was die beiden Schweden hier vorleben sucht seinesgleichen und verdient Respekt und Anerkennung. Sie haben schon mehrere wirtschaftlich schwache Länder bereist und dort das landestypische Design und die damit einhergehende Handwerkskunst studiert. Allerdings nicht, um die Betroffenen gewinnbringend auszunutzen, sondern um mit ihnen gemeinsam etwas zu schaffen, von dem beide Seiten in gleichem Maße profitieren. Glimpt Design entwirft Leuchten und Mobiliar, deren Formen und Farben beim ersten Anblick vielleicht befremdlich wirken, die aber einen ungeheuren Charme ausstrahlen.



Erstes Projekt in Südafrika
Die erste Reise führte die beiden schwedischen Designer nach Südafrika. Vor ihrer Abreise beschäftigten sie sich ausführlich mit dem Reichtum afrikanischer Handwerkskunst und sie knüpften Kontakt zu einer kleinen Keramikwerkstatt namens Potters Workshop in der Nähe von Kapstadt. Hier entwickelten die Designer gemeinsam mit den afrikanischen Künstlern eine Deckenleuchte, die den interessanten Namen „Forbidden Fruit“ trägt.



Fotos: Glimpt Design

In akribischer Handarbeit werden die Schirme getöpfert und anschließend bemalt. Die daraus entstandene Form und Struktur ähnelt in der Haptik einer Frucht; durch die teilweise bunte und auffällige Bemalung könnte diese sogar giftig sein. Die Leuchtenserie wirkt sehr verspielt und hat dennoch keineswegs den Charakter einer Kinderzimmerleuchte. Gleichzeitig handelt es sich bei jeder Leuchte um ein echtes Unikat, welches von außergewöhnlicher Handwerkskunst geprägt ist. Nicht so perfekt wie computergesteuerte Massenproduktion – dafür aber charmant und mit einer echten Geschichte versehen.

Text: Alexander Schwarz

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